Liedsängerin

Um verschieden Arten der Liedinterpretation kennen zu lernen, nahm ich aktiv an Meisterkursen bei Prof. Edith Mathis, Agnes Giebel und Prof. Walter Berry teil. Wichtige Anstöße zur Liedinterpretation gab mir auch die mehrjährige Arbeit mit Herrn Prof. Walter Olbertz.
All das Gelernte wurde während der Mitarbeit bei Opernprojekten, der Tätigkeit als Konzertsängerin und in sehr vielen Liederabenden vorwiegend in Berlin aber auch bei Rundfunk- und Fernsehauftritten im In- und Ausland angewendet, verfeinert und vertieft.
Meinen musikalischen Weg hat der Pianist Markus Wenz von Beginn an begleitet. Seit über 15 Jahren arbeiten wir intensiv und erfolgreich zusammen und haben viele Konzerte an verschiedenen Orten Deutschlands gegeben. Dadurch haben wir uns ein beachtliches Repertoire von klassischen bis zeitgenössischen Liedern erarbeitet. Unser Anliegen war und ist es, dem Publikum die Schönheit klassischer Lieder nahezubringen.

Im Laufe meiner Arbeit entwickelte ich eine besondere Liebe zu den Liedern Edvard Griegs. So hatte ich die Ehre an seiner Wirkungsstätte im "Troldsalen" in "Troldhaugen" wiederholt singen zu dürfen. In Berlin lernte ich bei einem meiner norwegischen Liederabende den norwegischen Komponisten Edvard Hagerup Bull kennen. Mit ihm verband mich bis zu seinem Tod eine enge Freundschaft. Er erzählte mir von seiner langjährigen Brieffreundschaft mit seinem koreanischen Kommilitonen Isang Yun. Als im September 2002 in Bergen (Norwegen) ihm zu Ehren anläßlich seines 80. Geburtstages ein Festkonzert mit seinen Werken veranstaltet wurde, trug ich auf seinen Wunsch seine Liedkompositionen vor. Eines der Lieder, eine Uraufführung "Mennesketrøst" (Menschentrost), hat er mir als Dank gewidmet.
Eine weitere Leidenschaft sind (natürlich) koreanische Kunstlieder. Sie entstanden ab dem Ende des 19. Jahrhunderts. Die koreanische Regierung wollte sich der Welt öffnen und auch westlicher Musik. Sie beauftragte 1903 den deutschen Musiker Franz Eckart mit der Aufgabe, durch den Aufbau einer Militärkapelle westliche Musik in Korea bekannt zu machen. Das tat er mit großem Erfolg.
Inzwischen gibt es eine große Zahl wunderschöner (westlicher) Lieder mit Texten berühmter koreanischer Poeten. Sie haben mich durch meine Jugend begleitet. Seit ich in vielen Liederabenden auch koreanische Kunstlieder singe, weiß ich, dass auch das deutsche Publikum sie liebt. Das freut mich sehr und gibt mir den Mut immer öfter koreanische Lieder zu präsentieren.
Seit 2007 veranstalte ich jedes Jahr einen koreanischen Kulturabenden als Benefizveranstaltung. Zum einen um Gutes zu tun, zum anderen um einige Facetten der koreanischen Kultur dem deutschen Publikum bekannt zu machen. Alle Konzerte mit Darbietungen koreanischer Kultur (Gesang, Tanz, Trommeln, Kalligraphie und Speisen) waren meist ausverkauft. Das zeigt, wie gern auch das deutsche Publikum zu diesen Veranstaltungen kommt.